Archives for Nachdenkliches

Für eine Bank voll Dollar – Facebook kauft WhatsApp

… und zwar für schlappe 19.000.000.000 Dollar. In Worten: Neunzehn Milliarden Dollar. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Das ist genau so viel, wie der Staat Österreich (in Euro) vermutlich für die Rettung der Hypo Alpe Austria aufbringen muss. Ich lasse das einfach mal so stehen. Noch eine kleine Anekdote, die mich ein wenig an Steve Jobs erinnert hat (siehe meinen Artikel über den 30. Geburstag des Mac). Brian Acton, einer der beiden Gründer von WhatsApp, hatte sich 2009 bei Facebook beworben. Er wurde abgelehnt – und freute sich auf Twitter auf das „nächste Abenteuer, dass das Leben zu bieten hat“. Jetzt, vier Jahre später, ist dieses Abenteuer zu Ende: Facebook kauft die Software auf, die in nur vier Jahren das Konzept der SMS ordentlich in Frage gestellt hat. Und Brian? Der freut sich sicher schon wieder aufs nächste Abenteuer. 😉 Schon merkwürdig, wie das Leben manchmal so spielt. So viel hätte er bei Facebook in seinem ganzen Leben nicht verdienen können – und auch im nächsten nicht.  

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Die fabelhafte Welt der Ellen Page

Derzeit hyperventilieren die Medien (oder zumindest ein bestimmter Teil davon), weil sich Ellen Page als homosexuell geoutet hat. Es ist traurig, dass man das 2014 noch immer als „mutigen Schritt“ bezeichnen muss (und man kann Page während ihrer Rede ansehen, wie viel Kraft sie dieser Schritt tatsächlich kostet). Also: Hut ab! Aber mir geht es hier eigentlich um etwas Anderes. Dass sie sich in ihrer Rede nämlich in erster Linie leidenschaftlich für eine Änderung der Werte unserer Gesellschaft einsetzt, wird meistens nur in einem Nebensatz abgefrühstückt – was leider eben so charakteristisch für den Medienzirkus ist wie die ganze Aufregung um Page’s Coming Out selbst. Und das, was sie sagt, kann ich nur unterschreiben. Ich habe mir die Mühe gemacht, ihre Rede ins Deutsche zu übersetzen, weil ich auf die Schnelle keine gute Übersetzung gefunden habe. Denn diese Rede ist es wert, übersetzt zu werden. Sie gehört mit Abstand zu den besten, die ich in den letzten Jahren gehört habe.

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Da Capo? Bitte nicht! Gedanken zum Jahreswechsel

Es ist mal wieder soweit. Gestern hat 2013 begonnen, heute ist es schon wieder zu Ende. Geht euch das auch so? Ich habe das Gefühl, 2013 hat nicht länger als 24 Stunden gedauert, obwohl recht viel passiert ist. Jetzt haben wir also 2014. Das Neujahrskonzert ist gerade über die Bühne gegangen, die letzten Böller sind verschossen, der Hund hat sich wieder aus dem Keller getraut, Schnee liegt eh nur auf den Weihnachtspostkarten – alles wie immer also. Same procedure as every year. Da Capo – alles wieder auf Anfang. Aber dieses Mal sage ich: nein, nicht wie immer! Gedanken zum neuen Jahr.

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